Leistungen

Arthrosesprechstunde

Eines der großen Gebiete der Orthopädie ist die Erkennung und Behandlung von Erkrankungen, die ihre Entstehung der Abnutzung der Gelenke im Lauf des Lebens verdanken - der Arthrose. Im Grundsatz nicht umkehr- oder heilbar, existieren doch einige Ansätze und Verfahren, die damit verbundenen Beschwerden und Einschränkungen der Lebensqualität zu verringern oder zu beseitigen. Dies sind so lang wie erfolgreich konservative Maßnahmen wie z.B. Injektionen entzündungsdämpfender und schmerzlindernder Medikamente. Wenn die Arthrose noch nicht zu weit fortgeschritten ist, kann auch die Gabe von funktionsverbessernden und "gelenkschmierenden" Substanzen sinnvoll und aussichtsreich sein.

Wenn die Lebensqualität durch Arthrosevorgänge aber anhaltend gestört ist und schmerzbedingt z.B. nachts auch die Schlafqualität leidet, sollten nach Möglichkeit auch operative Maßnahmen erwogen werden, die heutzutage in der Regel eine sichere Bereicherung des Behandlungsspektrums sind.

Akupunktur

Die Akupunktur stellt im orthopädischen Fachgebiet eine hervorragend bewährte Ergänzung des schulmedizinischen Behandlungsspektrums dar. Als schmerztherapeutische Behandlungsmethode der Traditionellen Chinesischen Medizin hat sie sich über tausende von Jahren in geringfügig abgewandelter Form bewährt in der Behandlung einer Vielzahl von Erkrankungen auch des orthopädischen Fachgebietes.

So können zum Beispiel Beschwerden der Lendenwirbelsäule durch Abnutzung ebenso gut und aussichtsreich therapiert werden wie arthrosebedingte Schmerzen der Knie. Die Kosten für die Behandlung dieser beiden Erkrankungsarten über Akupunktur werden auch von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Aber auch die Behandlung anderer Erkrankungen mit Akupunktur wie z.B. Kopfschmerzen, Schulterschmerzen, Karpaltunnel-Syndrome und Probleme der Sehnen ist medizinisch oft sinnvoll und aussichtsreich, muß Ihnen von uns aber als Selbstzahlerleistung berechnet werden.

Die Indikationen zur Akupunktur und deren Aussichten in Ihrem speziellen Fall besprechen wir gerne mit Ihnen. Sprechen Sie uns auf die Akupunktur an...

Osteopathie

Ein schonendes Verfahren der Manualtherapie, das vor etwa 150 Jahren in Amerika entwickelt und seither verfeinert wurde. Seit einigen Jahren findet die Osteopathie auch in Europa zunehmend Verbreitung. Die Osteopathie strebt die Verbesserung der muskulären Koordination des Bewegungsapparates an und stellt Verbindungen her zum viszeralen Organsystem und zur Wirbelsäule als zentralem Achsorgan (Craniosacrale Therapie). Hartnäckige Funktionsstörungen werden auf diesem Wege manchmal überraschend gut behandelbar.

Die Osteopathie ist grundsätzlich nicht Bestandteil des regulären Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenkassen. Dennoch wird je nach Kasse aufgrund der großen Nachfrage und guter Erfolge im Einzelfall oft auf Antrag mindestens ein Zuschuss zu den Kosten gewährt. Bei den Privatkassen empfehlen wir die Anfrage im Einzelfall.

In unserer Praxis wird die Osteopathie grundsätzlich als ärztliche Leistung praktiziert; Termine müssen aufgrund des höheren Zeitbedarfs außerhalb der regulären Sprechstunde gesondert vereinbart werden. Sprechen Sie uns bei Interesse an.

Chirotherapie

Die Manuelle Medizin kommt in unserer Praxis in erster Linie durch die Behandlungsverfahren Chirotherapie und Osteopathie zum Einsatz.

Die Chirotherapie ist dabei die Methode, die schneller durch Lösen von Blockierungen der Wirbelsäule und der Extremitätengelenke zum Erfolg der Schmerzbefreiung und Funktionsverbesserung führen kann. Man setzt dabei gezielt Impulse etwa im Bereich von Wirbelgelenken nach vorheriger Diagnostik der Blockierungsrichtung und kann damit sehr gut Beschwerden behandeln, die u.U. schon lange im Bereich der Wirbelsäule oder auch peripherer Gelenke vorliegen.

Physikalische Therapie

Die Physikalische Medizin fasst alle Behandlungsmethoden zusammen, die den Körper mit äußeren Reizen mechanischer, thermischer oder elektrischer Energie beeinflussen. Hierzu zählen insbesondere die

  • Krankengymnastik
  • Fangoanwendungen
  • Massagebehandlung
  • Elektrotherapie u.a.

Wenn auch die Physikalische Therapie in der Regel nicht in der Lage ist, strukturelle Schäden am Körper umzukehren, kann sie doch damit oft einhergehende Beschwerden wirkungsvoll lindern oder beseitigen.

Extrakorporale Stoßwellentherapie

In der Orthopädie wird die Stoßwellentherapie erfolgreich eingesetzt um schmerzhafte Reizzustände an Muskeln, Sehnen, Gelenken und Knochenansätzen zu behandeln. Physikalisch betrachtet sind Stoßwellen nichts anderes als besonders kurzwellige Schallimpulse von hoher Energie. Da die Stoßwellen von außen in den Körper einwirken, wird die Therapie mit Stoßwellen als "Extracorporale Stoßwellentherapie" (kurz: ESWT) bezeichnet.

Bevorzugtes Einsatzgebiet dieser Behandlungsform in unserem Fachgebiet sind die o.g. schmerzhaften Reizzustände am Bewegungsapparat mit in der Regel schon langer Laufzeit und oftmals erfolgloser Anbehandlung durch andere Verfahren.

Durchführung der ESWT

Die ESWT dauert je nach Situation etwa zwischen 10 und 15 Minuten. Je nach Krankheitsbild werden ca. 1500 bis 2000 Stoßwellen pro Sitzung abgegeben. Eine örtliche Betäubung ist nicht erforderlich.

Üblichweise sind drei Behandlungen bis zur Beschwerdefreiheit erforderlich, die in unserer Praxis im Abstand von 2-3 Wochen durchgeführt werden. Je nach Krankheitsbild geben internationale Studien zwischen ca. 50% und 85% gute und sehr gute Erfolge der ESWT an. Dieser Umstand verdient Beachtung besonders deshalb, weil die meisten Patienten bereits anbehandelt waren und die ESWT erst als eine der letzten verbleibenden Methoden eingesetzt wurde.

Indikationen

Die häufigsten Krankheitsbilder, die mit der ESWT behandelt werden, sind:

  • Ansatztendinosen wie Tennis- und Golfer-Ellenbogen
  • Chronische Schulterschmerzen (z.B. Kalkschulter)
  • Oberer oder unterer Fersensporn
  • Sehnenansatzreizungen (z.B. Patellaspitzensyndrom)
  • Triggerpunktbehandlung bei chron. Rückenschmerz

Nicht angewendet wird die ESWT bei akut entzündlichen Erkrankungen im Behandlungsgebiet oder bei Störungen der Blutgerinnung.

Kosten

Die Privatkassen erstatten die Kosten der ESWT in der Regel entsprechend der Gebührenordnung für Ärzte, jedoch empfehlen wir wegen Ausnahmen im Einzelfall eine Anfrage.

Die Kosten der Behandlung mit der extrakorporalen Stoßwellentherapie werden von den gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland in der Regel nicht übernommen. Bei einer Ablehnung der Kostenübernahme müssen wir Ihnen die Behandlungskosten von € 85,- pro Behandlung nach GOÄ in Rechnung stellen.

Facettgelenksbehandlung

Die Wirbelsäule des Menschen besteht aus einer Kette von insgesamt 24 Wirbelkörpern, die miteinander u.a. über Bandscheiben und Wirbelgelenke verbunden sind. Die Wirbel- oder Facettgelenke entwickeln im Rahmen von Abnutzung dabei aber häufig Arthrosen, die wegen der sehr starken Versorgung der Gelenke mit Schmerzrezeptoren intensive Beschwerden verursachen können. Neben der Schmerzentstehung über die Reizung von Nervenwurzeln z.B. im Rahmen von Bandscheibenvorfällen o.ä. stellen Facettgelenksarthrosen die häufigste Ursache hartnäckiger Kreuzschmerzen beim Menschen dar.

Neben der klassischen Physiotherapie bewährt sich in der Therapie der Facettgelenksarthrosen oft die Infiltration der Gelenke unter computertomographisch oder sonographisch assistierter Ortung. Dies erlaubt einen sehr sicheren Einsatz der Facettgelenksbehandlung mit lang andauernder Schmerzbesserung oder gar -befreiung.

Minimalinvasive Eingriffe

Wir führen auch ambulante minimalinvasive Eingriffe durch, wie z. B. bei der Dupuytren'schen Kontraktur:

Was ist die Dupuytren’sche Kontraktur?

Nach dem französischen Chirurgen Guillaume Dupuytren benannte gutartige Veränderung der Hand, bei der derbe Stränge zu einer langsam zunehmenden Streckhemmung der Finger führen. Die Gebrauchsfähigkeit der Hand wird dadurch erheblich eingeschränkt. Bevorzugte Lokalisation ist die Hohlhand und hier zuerst Ringfinger, Kleinfinger und Mittelfinger, seltener Daumen und Zeigefinger.

Die Ursache dieser Erkrankung der Bindegewebsfasern an der Hand ist nach wie vor nicht ganz klar. Man findet eine Häufung bei Patienten mit Zuckerkrankheit. Nachgewiesen ist ebenfalls ein Vererbungsfaktor, sodass es zu einer familiären Häufung dieser Erkrankung kommen kann. Männer sind etwa fünfmal häufiger betroffen als Frauen.

Das Verfahren:

Die folgenden Ausführungen beschreiben Ihnen eine schonende alternative Behandlungsmöglichkeit der Dupuytrenschen Kontraktur im Vergleich zur aufwändigen operativen Entfernung der Bindegewebsstränge. Es handelt sich dabei um eine minimalinvasive Durchtrennung der Bindegewebsstränge mit anschließender Stellungskorrektur der Finger. In örtlicher Betäubung werden die Fibrosestränge mit einer Nadel durchtrennt, bis sie weich genug sind, um eine optimale Streckstellung des Fingers zu erlauben. Es ist eine ca. 2-tägige Schienenruhigstellung notwendig, gefolgt vom Tragen einer Korrekturschiene nach circa 10 Tagen für insgesamt etwa 3-4 Wochen. Die Dauer des Eingriffes beträgt insgesamt lediglich etwa 10-15 Minuten.

  • Chirotherapie
  • Gelenkmodelle
  • Ultraschalluntersuchung
  • Stoßwellentherapie